Oliver Gerbert
Friseur seit
1979
Heimat
Karlsruhe
Salon
Oliver Gerbert Haare
Salon
Oliver Gerbert
Was der Mensch häufig denkt und besinnt, dahin neigt sich sein Herz.
Ich bin Friseur, weil
ich als kleines Kind schon lieber kreativ war, als mich mit Mathe und Physik zu beschäftigen. Meine Leidenschaft war schon immer etwas zu gestalten! Mit 12 Jahren war ich Kindermodel für L‘Oréal und fand dort die Atmosphäre einfach sehr schön. Die Friseure waren immer so freundlich und haben uns Kinder ernst genommen und zugehört. 10 Jahre später habe ich dann selbst Seminare gegeben.
Meine Lieblings-Hairstyles aller Zeiten
Ganz klar, die Frisuren der Golden Twenties und die der 60er-Jahre, allen voran Vidal Sassoon. Auf das Wesentliche reduziert! Ich liebe die klassischen Frisuren und deren Abwandlungen. Einfach alles, was gut gemacht ist.
Mein Tipp für Berufseinsteiger
Sucht euch einen sehr guten Ausbildungsbetrieb, bei dem auch Blended Learning praktiziert wird und der Chef noch selbst ausbildet und euch unterstützt. Der Spirit des Friseurs muss einem vermittelt werden und ihr dürft nicht im System untergehen und alle 20 Minuten einen neuen Kunden abfertigen müssen. Ich lege Wert auf Sportlichkeit, dann weiß ich das die Azubis Biss haben, Durchhaltevermögen und gelernt haben, sich anzustrengen. Ihr solltet bereit sein, dem Betrieb etwas zurückzugeben in Form von Respekt und Anerkennung, was man sich umgekehrt von jedem Kunden wünscht und erhalten sollte.
Was ich an meinem Beruf liebe
Ich habe in der Tat Freude daran, Menschen zu verschönern und zu verändern. Die Würde des Menschen hebt man mit einer guten Arbeit an und das finde ich schön. Wenn man einen tollen Haarschnitt hat, dann gibt einem das auch ein gutes Gefühl.
Was mich im Salon manchmal nervt
Digitale Ausfälle und wenn manche Menschen aus ihren Fehlern nicht lernen und immer wieder den gleichen Fehler machen. Aber an allen kleinen nervigen Dingen kann man wachsen und auch die bringen einen weiter.
Auf dieses Tool könnte ich nie verzichten
Es gehört alles zusammen von der Schere bis zu Herz und Hirn.
Das war ein erfolgreicher Tag sage ich, wenn
wir gute Arbeit geleistet haben und auch wenn es richtig voll und stressig war, eine großartige Salonstimmung hatten. Die Mitarbeiter und ich gut durch den Tag gekommen sind.
So motiviere ich meine Mitarbeiter
Motivieren müssen sich meine Mitarbeiter schon selbst, aber ich mache häufig Team-Besprechungen und da entsteht viel Motivation und Neues. Wir gehen klettern, wandern und trainieren zusammen im eigenen Trainingsraum.
Mein perfekter Kunde/Meine perfekte Kundin sollte
Es gibt keine perfekte Kundin, das ist eine zu hohe Erwartung und hohe Erwartungen führen stets zu Enttäuschungen. Eine perfekte Einstellung zu jedem Kunden ist die Conclusio.
Schönheit bedeutet für mich
wenn durch meine Arbeit die Schönheit der Kundin so hervortritt, dass es einen positiven Einfluss auf ihre Würde hat. Wenn die Kundin mit erhobenem Haupt den Salon verlässt und ich sie durch meine Arbeit habe wachsen lassen.
Inspiration für meinen Job hole ich mir von
Eigentlich aus allen möglichen Bereichen und was gerade aktuell und angesagt ist. Bei Weiterbildungen und auch durch kulturelle Inspiration. Aber auch durch Meditation und innere Ruhe.
Wenn ich nicht Friseur geworden wäre, wäre ich heute
Schauspieler oder Künstler, vielleicht aber auch Koch. Mein Vater hat mich in meiner Kindheit öfter mit nach Frankreich genommen und da war ich total begeistert von der französischen Küche. Leider war der nächste freie Ausbildungsplatz zum Koch erst drei Jahre später verfügbar.